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Alfons Iglhaut - Wünschelrutengänger


Gigantengrab Coddu Vecchiu


Die Gigantengräber (2000 v. Chr.), die aufgrund ihrer gewaltigen Ausmaße so heißen, sind ein weiteres typisches Element der sardischen Megalithkultur.


Normalerweise ist die Vorderseite der Bauten von einer Art Halbkreis (der Exedra) begrenzt, die wohl die Hörner eines Stieres symbolisieren sollten. Von oben aus betrachtet erinnern die Gigantengräber auch an eine Gebärmutter oder eine Gebärende.


Diese Interpretation würde die Annahme bestätigen, dass bei den Nuraghern Leben und Tod eng miteinander verbunden waren und dass ihre Megalithen an den Furchtbarkeitskult gebunden waren.

Sardinien 2013

Nuraghe La Prisgiona

Forscher gehen davon aus, dass Prisgiona einst die bedeutendste Nuraghensiedlung Nordostsardiniens war. Auch seine Architektur, die so genannte Tholos-Bauweise mit falschem Gewölbe und präzise gearbeiteten Steinquadern, ist einmalig in der Gallura. Das Bronzezeitdorf liegt am Rande des fruchtbaren Tals von Caprichera, in dem heute exklusive sardische Weine gedeihen. Die Fundstätte wurde 1959 ausgegraben, aber erst 2009 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.


Um den Hauptturm des Nuraghen haben die Urzeitsarden mindestens zwei kleinere Türme sowie eine Bastion gebaut. Um diese Bastion herum befand sich eine Ringmauer, die wohl nicht nur den Zentralbau, sondern auch eine Versammlungshalle und einen Brunnen schützen sollte. Die sieben Meter tiefe Quelle führt noch heute Wasser und an Ihrem Grund wurden Vasenreste und Schmuckstücke gefunden – eine religiöse Funktion der Wasserquelle wird deshalb vermutet.