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Alfons Iglhaut - Wünschelrutengänger


Rund um den Ronberg  09.06.2011

An die 30 Personen trafen sich am Wanderparklatz am Ronberg um an der Wanderung teilzunehmen. 1960 ging der Wald noch bis zum Anwesen Holz (Roider Schütz) wo ich mit meiner Mutter noch in den Wald um Preiselbeeren zupfen ging und mich mein Großvater in die Sitzschale des Megalithen setzte und ich dann ganz ruhig wurde, aber das gehört schon lange der Vergangenheit an.

Der Ronberg ist in der Gegend der höchste Berg mit Granitfelsengruppen (662 m ü. M.). Bei passendem Wetter hat man eine gute Aussicht. Im Norden bis zum Regental und darüber hinaus und im Osten schließt sich die Kette der Bayerwaldberge Hoher Bogen, Kaitersberg und Arber an.

Der Gutshof der Familie Piendl gehört seit dem Mittelalter zur Herrschaft Falkenstein. Im ältesten erhaltenen Lehrbuch dieser Herrschaft aus der Zeit um 1500, erscheint der Hof als Gut das zur Pfarrei Michelsneukirchen gehört. Ein am Hof entdeckter Erdstall lässt jedoch vermuten, dass dieser weit älter ist. Erdställe wurden auch in Dörfling und Eidengrub gefunden.

Durch den Wald, vorbei am Wasserbehälter ging es zum Ort der Fruchtbarkeit. Ein Spaltstein und ein Phallus aus der Zeit der Chamer Gruppe (etwa 4000 v. Chr.) waren dort zu sehen.

Nicht weit davon entfernt befinden sich zwei Steine, die bei näherem Hinsehen die Form eines Schweines erkennen lassen. Auch das Schwein wurde früher oft als Fruchtbarkeitssymbol verehrt. Der Dolmen, ein aus großen Steinplatten errichtetes Bauwerk mit einer Schale auf einem der Tragsteine, diente schon immer der seelischen und körperlichen Reinigung beim Ritual des Durchschlüpfens. Dolmen sind etwa 4000 Jahre alt und in der Nähe ist ein, wahrscheinlich zerstörtes Ganggrab (aus der Trichterbecherkultur 4200 - 2800 v. Chr.) zu finden, wie es auch am Ronberg der Fall ist.

Spaltstein, Phallus und Dolmen liegen alle auf einer Ley-Linie. Eine Ley-Linie ist eine Kraftlinie 1. Grades und ist mit einem Hauptmeridian im menschlichen Körper vergleichbar. Die Linien versorgen das Landschaftsgefüge mit universeller Lebenskraft, Energie und Information. An Kreuzungen von Ley-Linien oder mit anderen Energiephänomen sind „ Kraftorte“ anzutreffen, die z. B.  für alte Kultplätze typisch sind. Heute sind diese Plätze oftmals Standort alter Kirchen, Burgen und  Schlösser. Intakte Ley-Linien sind heute eher die Ausnahme.


Weiter ging die Wanderung durch einen Hohlweg, einer Fahrspur die durch Ochsen- und Pferdegespanne und später Traktoren entstanden ist.