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Alfons Iglhaut - Wünschelrutengänger


Marienstein – Schweinsberg – Lauberberg – Falkenstein  30.09.2012

Im Rahmen des Regensburger Vorwaldwiesenpramms machte ich mich nach  den interessanten Erzählungen von Edeltraud Bräu, die von den Mythen und Sagen und auch über die Kirchengeschichte von Marienstein vieles zu berichten wusste, mit rund 70 Wanderern auf den Weg.


Der Brauch des Durchschlüpfens, der in anderen Ländern, wie Nepal und Moldawien heute noch durchgeführt wird, wurde auch hier rege genutzt. Anschließend gingen wir zum Riesentisch mit Durchschlupf, der auch als Geburtskanal angesehen werden kann und an dessen Rückseite sich zwei Schalen befinden.

Am Friedhof vorbei führte der Weg durch die Hohle Gasse, einem riesigen gespaltenen Stein, am Waldrand entlang. Von hier aus hatte die Gruppe einen schönen Ausblick zum Sengersberg, Schweinsberg, Ronberg sowie nach Hagenau und Willmannsried.

Nach einer kleinen Pause marschierten wir weiter zu dem Felsen, auf dem sich eine Schale in Form einer Niere befand. Anschließend kletterte die Wandergruppe auf einen gewaltigen Naturriesen, auf dessen Oberseite konnte man eine große, aus dem Stein gehauene Gebärmutter mit den Eierstöcken erkennen. Für unsere Vorfahren waren Geschlechtsteile der Frau „Symbole des Leben hervorbringenden Schoßes“ oder auch Regenerierungssymbole, diese zählt man zu den Figurinen.

Die Gruppe gelangte über einen Graben zum Wanderweg, der zu den Schalensteinen auf dem Lauberberg führt. Dort konnte, wer wollte, mit einer Leiter auf die Steine klettern und die drei Schalen sowie den in Stein gehauenen Sessel und die Aussicht bewundern. Dabei erzählte ich, dass die Zahl drei in der Megalithkultur eine besondere Bedeutung hatte, so gab es zum Beispiel drei Striche, drei Punkte oder das Schamdreieck. Die Zahl drei stand für Leben, Sterben und die Wiedergeburt. Die Megalithkultur ist die erste Steinarchitektur der Urgeschichte und erforderte den Einsatz großer Arbeitskräfte.


Weiter ging es zu einem Stein mit einer kleinen Schale und weiter zu einem Schlupfstein. Er besitzt ebenfalls eine Ähnlichkeit mit einem Geburtskanal. In etwa zehn Metern Entfernung befindet sich auf der Spitze eines Felsens eine weitere Schale. Es wird nie eine Schale, ein Spalt- oder Schlupfstein alleine gesehen, sondern sie stehen immer in Verbindung zu einander. So gibt es auch eine Verbindung mit dem Dolmen, Spaltstein, Phallus und dem zerstörten Ganggrab auf dem Ronberg.


Die Wanderung fand ihren Ausklang bei einer gemütlichen Einkehr im Biergarten beim Gasthaus Eder in Marienstein.