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Alfons Iglhaut - Wünschelrutengänger


In Pontevedra habe ich mir die barocke Kirche, die in Form einer Muschel gebaut und der heiligen jungfräulichen Pilgerin geweiht ist, angeschaut und auch mit der Rute untersucht.

Mit der Wünschelrute habe ich auch die Wasserqualität, der schon bei den Neandertalern bekannten und auch von den Römern genutzten, heißen Quellen in Caldas de Reis, untersucht.

Der Legende nach legte in Padron das Boot mit dem Leichnam des Hl. Jakobus an und er wurde dann mit dem Ochsenkarren nach Santiago gebracht.

Jakobsweg Portugal 2013

Wenn einen das Pilgerfieber gepackt hat, lässt es einem nicht mehr los.

Der Camino Portugues  war im April 2013 mein Ziel.


Der Flug von Nürnberg nach Porto verlief reibungslos und so hatte ich fast zwei Tage um Porto die zweitgrößte Stadt Portugals zu erkunden. Als erstes habe ich nach meiner Ankunft die Bahnhofshalle mit den

20 000 Motivkacheln bestaunt, sie sind aus dem  18. Jh. und noch an vielen Häuserfronten zu finden und werden auch heute noch hergestellt. Aus Porto stammt auch der Portwein, ein Likörwein der aus besonderen Trauben hergestellt wird, die Vergärung wird durch die Zugabe von Weinbrand gestoppt und erhält dadurch eine besondere Süße. Durch die Straßen von Porto fährt noch eine historische Trambahn, die noch zur Hälfte aus Holz gebaut ist. Porto ist die wichtigste Wirtschaftsregion Portugals (u.a. Tourismus, Fischerei, Landwirtschaft).


Ein Sprichwort sagt:

“ In Porto wird das Geld verdient, dass in Lissabon ausgegeben wird“.


Mit meiner acht Kilo schweren Ausrüstung pilgerte ich täglich durchschnittlich 19 Kilometer.

Gesellige Abende mit Wein und Bier und den sich immer wieder treffenden Pilgerfreunden gehörten ebenso dazu, wie das Marschieren mit Sandalen wegen eines schmerzenden Zehs oder ein Schwächeanfall an einem heißen Tag.

In Vilharino, meiner zweiten Herberge machte ich die Bekanntschaft von Laura, einem sprechenden Papagei. In Barcelos erzählte man mir die Legende vom toten Hahn, der nach einem Fehlurteil des Richters wieder lebendig auf dem Teller herumhüpfte. Eine ähnliche Geschichte wird auch in Santa Domingo in Spanien erzählt.

Der römische Meilenstein in Valenza stammt aus der Zeit um 43 nach Christus, ist eine 2,15 Meter hohe monolithische Säule mit einem Durchmesser von 54 Zentimetern. Tui besitzt eine im Jahr 1250 im romanischen Stil erbaute und später gotisch erweiterte Kathedrale mit einem bemerkenswerten Kreuzgang. Hier habe ich Portugal verlassen und spanischen Boden betreten.

Auf dem strategisch sehr günstig gelegenen Berg Santa Tegra errichteten keltiberische Stämme eine Festung. Im 7. Jh. v. Chr. begannen sie mit dem Bau der ersten von 1000 Rundhäusern, die sie bis in die römische Zeit (etwa bis ins 1. Jh. n. Chr.) bewohnten. Aus immerhin 340 m Höhe sahen die Kelten Schiffe an der Miño-Mündung und auf dem Atlantik, blickten in das südlich gelegene heutige Portugal, nach Norden in die Sierra A Groba und nach Nordosten in das fruchtbare Tal O Rosal, das heute für spritzige, leichte Weiß- und Roséweine bekannt ist.

Mit der Wünschelrute habe ich die Keltenfestung Castro de Santa Tegra, die heute noch  eine der wichtigsten Keltensiedlungen des Landes ist mit ihren ausgesprochen gut erhaltenen dicht an dicht liegenden Grundmauern der hüttenartigen Häuser untersucht. Archäologen haben die Ergänzungen der Mauern durch schmale, helle Steintafeln sichtbar gemacht und gleichzeitig versucht, zwei komplette Rundhäuser zu rekonstruieren. Mit ihren Strohdächern erinnern sie entfernt an die Pallozas der ostgalicischen Bergregionen Ancares und Courel.  


Nach 235 Kilometern erreichte ich zum zweiten Mal Santiago de Compostela.