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Alfons Iglhaut - Wünschelrutengänger


Jakobsweg Frankreich 2009

Im Oktober 2007 habe ich begonnen französisch zu lernen und im Mai 2009 pilgerte ich auf dem französischen Camino, auf der “Via Podiensis“ von Le Puy-en-Valey bis zu den Pyrenäen.

Diese Pilgerreise stand von Anfang an unter keinem so guten Stern, da ich schon zu Hause  Probleme mit meinen Schuhen hatte, dann wurde kurzfristig mein Flug gestrichen und ich musste den nächsten Flieger nehmen. Auf dem französischen Camino muss man alle Übernachtungen im Voraus buchen, also habe ich für die erste Nacht zu Hause gebucht. Leider war mein Schlafplatz aber dann vergeben und ich musste mir was anderes suchen. Unterwegs ging dann noch mein Rucksack kaputt, mit Klebeband repariert, habe ich ihn aber dann doch wieder nach Hause gebracht. Und zu guter Letzt gingen dann auch noch meine Wanderschuhe kaputt, so musste ich die letzten 150 Kilometer über teils steinige Wege barfuß laufen. Ich habe mir zwar neue Schuhe gekauft, aber wie man ja weiß kann man mit neuen Schuhen keine weiten Strecken laufen.

Aber natürlich hatte ich auch schöne Erlebnisse, besonders in Erinnerung geblieben ist mir Le Puy-en-Velay. Die Stadt verfügt über drei ungewöhnliche Bauten, die Kathedrale Notre-Dame soll einst ein druidischer Kultplatz mit Dolmen und heiliger Quelle gewesen sein. Einer von starkem Fieber geplagten Witwe sei die Muttergottes erschienen, die ihr riet, auf dem heidnischen Druidenaltar zu übernachten und am nächsten Tag wachte sie völlig geheilt auf. Der Deckstein des Dolmens, der bekannte „Fieberstein“, lockte schon sehr früh große Pilgerscharen in die Stadt.

Der Kreuzgang ist einer der schönsten des christlichen Abendlandes. Vom Kreuzgang führt ein Weg zum Gipfel des Rocher Corneille, auf dem seit 1860 die rote Madonnenfigur steht. Der 16 Meter hohe Körper wurde aus dem Metall von über 200 Kanonen gegossen und auf ihrer Krone befindet sich eine Aussichtsplattform. Über schmale Stufen gelangt man zur Kapelle Saint-Michel-d’Aiguilhe, der Michaelskapelle. Beide erheben sich auf einem Basaltkegel hoch über der Stadt.

Bei La Vernet, auf 1050 m Höhe befindet sich ein ca. 200 Jahre altes Kreuz, der Stein - ein Wächter in Gestalt eines Löwen - weist Spuren aus der Megalith-kultur auf.


Am dritten Tag erreichen wir die „Margeride“, ein 60 km langer Gebirgszug mit rauen Wintern und warmen Sommern. Die Margeride überzieht ein Kleid aus Heide- und Weidelandschaften. Am Col de I’Hospitalet (1304 m) befindet sich der höchste Punkt des französischen Jakobsweges. Hier war ich barfuß unterwegs und wäre fast auf eine Kreuzotter getreten.

Das Tal der Lott, ist der abwechslungsreichste und lieblichste Flusslauf im Süden Frankreichs. Hier gibt es schon lange Weinreben, die zu vollmundigen Weinen veredelt werden.


In Espalion oder Kleinvenedig musste ich mir neue Schuhe kaufen.

Die Abteikirche von Conques ( Muschel ) ist ein beeindruckendes Bauwerk romanischer Kunst und verfügt über 5 Kraftlinien. Das Tympanon über dem Eingangsportal zeigt das Jüngste Gericht und zählt zu den schönsten Kunstwerken des Mittelalters.


In Cajarc habe ich in der Gite Communal übernachtet, dort hatten spanische Pilgerinnen eine Begegnung mit Wanzen.


Vom Baubeginn der Kathedrale St. Etienne in Cahors bis zu seiner Fertigstellung vergingen 400 Jahre. Im Inneren der Kirche habe ich 5 Kraftlinien mit Wünschelrute erspürt.

Die Abteikirche St-Pierre in Moissac mit seinem wunderbaren Portal und dem sehr gut erhaltenen Kreuzgang haben mich sehr beeindruckt.


Bei der Übernachtung in La Romieu durfte der eigene Schlafsack nicht benutzt werden, man musste für

2 Euro 50 ein Wegwerfmodell aus Plastik kaufen


Condom ist eine typische Kleinstadt der Gascogne, hier beginnt das Armagnac-Gebiet. Der besondere Weinbrand zählt neben Getreide und Holz zu den Haupteinnahmequellen.

Keltische Bedeutung von Condom: Stadt am Zusammenfluss.

Geomantische Erklärungen zur Kirche gegeben.


In Nogaro (Ort mit Nussbäumen) ging meine sehr anstrengende Pilgerreise (den größten Teil der Strecke bin ich barfuß gegangen) zu Ende



Im Vorfeld meiner Pilgerwanderung habe ich immer wieder zu hören bekommen, dass die Franzosen auf die Deutschen nicht gut zu sprechen sind. Mit meinen Französisch Kenntnissen und dem Hinweis, dass ich ein „Bayer“ bin wurde ich überall sehr freundlich aufgenommen. Trotz der vielen Hindernisse möchte ich diese Wanderung nicht missen.

Faszinierend und menschenleer ist die Landschaft des Aubrac, des südlichsten Vulkankomplexes des Zentralmassivs. Hier gibt es grüne Wiesen, glückliche Kühe, kleine Seen, murmelnde Bäche und viele Steine. Hier werden die hübschen Aubrac-Rinder noch auf die Hochalmen getrieben, die Hirten ziehen mit den Schafherden über die Wiesen und auf Märkten werden die Produkte feilgeboten. Rund 50 km führt der Jakobsweg durch die einsame und unwirtliche Landschaft des Aubrac.


Auf diesem Foto handelt es sich um einen Dolmen.

Hier habe ich in einer Jurte übernachtet