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Alfons Iglhaut - Wünschelrutengänger


Aumbach – Hoher Stein 23.5.2010

Im Rahmen des Regensburger Vorwaldwiesenprogramms habe ich zu der Wanderung von Aumbach zum Hohen Stein eingeladen. Etwa 100 Interessierte kamen bis aus Landshut, Erlangen, Regensburg und der näheren Umgebung.

Unsere erste Station war das Schrazelloch in Aumbach, welches 1979 vom Amt für Denkmalschutz vermessen wurde und wo man Scherben aus dem 16./17 Jhd. fand.  Die Großmutter des heutigen Besitzers erzählte bereits 20 Jahre vor der Vermessung von Gängen unter dem Haus. Das Schrazelloch wurde bisher viermal angegraben, das erste Mal 1896, als die Großeltern des jetzigen Besitzers ein Haus errichteten. Nach Angaben der Erdstallforscherin Frau Glatthaar, wurde dieser Erdstall 900 bis 1200 n. Chr., also im Hochmittelalter gebaut und war nicht länger als 100 Jahre in Gebrauch. In Oberbayern wurden Erdställe aus der Karolingischen-Ottonischen Zeit (800 Jahre n. Chr.) Gefunden. Heute ist die Forschung so weit fortgeschritten, dass das Alter der Erdstelle auf 3.500 Jahre datiert wird. (Petr Kos, Brün). Nach der Lehre der katholischen Kirche ist das Fegefeuer ein Ort der Reinigung. Die Schrazellöcher auch Büßergang oder Seelengang genannt, hatten nach Meinung der Forscher die gleiche Funktion.


Unter jedem der bisher entdeckten Erdställe befindet sich eine wasserführende Schicht. Diese Wasseradern besitzen Heilwasserqualität, haben eine Durchflussmenge von einem Liter in der Minute und befinden sich immer in einer bestimmten Tiefe. Von den Erdställen aus hat man immer freie Sicht nach Süden und sie befinden sich immer in der Nähe von Flüssen, Bächen oder Gräben. Alle Schrazellöcher sind nach dem Erdmagnetismus ausgerichtet, ebenso befinden sie sich auf einer Ley-Linie (vier Meter breit) – mit aufsteigender und absteigender Erdenergie – und auf der Fernvisierlinie. Die Erdenergielinie endet in einem Waldstück am Beckenberg. Die Schrazellöcher Aumbach und Haagthann sind über die Fernvisierlinie (hier bis zu 6 Meter breit), direkt miteinander verbunden. Die Wanderung führte uns dann an einem  Damwild Gehege vorbei zur Schmalzlalm Der erste Skilift wurde 1969/70 von vier Unternehmern aus Wörth gebaut. Nach einem Streit wurde er verkauft. Die Familie Walchshäusl die den Lift und die Gastwirtschaft noch heute betreibt, baute 1975 zwei neue Lifte.

Weiter ging es zu den Erzschürfstellen. Vom Heimatpfleger Fritz Jörgl aus Wörth habe ich erfahren, dass in der Oberpfalz erstmals 500 Jahre v. Chr. der Abbau von Eisenerz nachgewiesen wurde. Funde in Schirndorf (Landkreis Schwandorf) und an der Schwarzach lassen jedoch vermuten, dass schon früher nach Eisenerz geschürft wurde. Um 900 nach Chr. wurde der erste Eisenhammer in Amberg erwähnt. Nach Aussage von Geologen wurde gemeiner Quarz zur Glasproduktion verwendet, Feldspat dagegen zur Porzellanherstellung.

Vorbei am „Hohen Stein“, der noch Steinritzungen aufweist und sich auf einer Ley-Linie befindet (Kirchen die älter als 200 Jahre sind, ebenso Kultstätten aus der Megalith Epoche wurden immer auf der Ley-Linie errichtet) gingen wir weiter zur Wildschweinsuhle und zum unteren und oberen Teufelsgraben. Ein tiefer Graben, dessen Entstehung unerklärlich war, brachte ihm den Namen ein: Man hielt ihn für ein Werk des Teufels. Der Hohlweg war früher die direkte Verbindung zwischen den Ortschaften Wörth, Höhenberg und Wiesenfelden. Durch das häufige Befahren mit Ochsenfuhrwerken wurden die Wege tief in die Erde gegraben, eine Hohlgasse entstand.

Der Rückweg führte über den Gschwellhof, von dem ein Kaufbrief aus dem Jahr 1464 bekannt ist. 1724 bestand der Gschwellhof aus einem Gut, einer Sägemühle und einer Mühle. 1920 wurde der Gschwellhof vom Fürst von Thurn und Taxis ersteigert, war dann aber dem Verfall preisgegeben.

Zu guter Letzt konnte noch mit einer Leiter ein Schalenstein erklommen werden. Dieser Schalenstein und der Hohe Stein sind durch die Ley-Linie verbunden.

Über die Strecke der Mero ging es dann zurück nach Aumbach.