Startseite Über mich Rutengehen Geomantie Veranstaltungen Kraftorte Wanderungen Pilgern Reisen Kontakt Impressum

Alfons Iglhaut - Wünschelrutengänger


Aumbach – Gschwellhof  3.10.2010

Mit einer Gruppe von etwa 50 Personen machte ich mich auf um auf den Spuren unserer Ahnen zu wandern.

Von Aumbach aus machten wir uns auf den Weg, der leicht bergab in Richtung Elend führte. Der erste Halt war bei der Mero-Leitung, die hier die Straße kreuzt. Seit 1996 versorgt diese Leitung die Tschechische Republik mit Rohöl aus der ganzen Welt. Das Öl kommt über die Transalpine Ölleitung aus dem Hafen in Triest an der Adria.

Nächster Halt war das Wegkreuz beim Anwesen der Familien Irrgang in Oberelend. Elend bedeutete früher „Das Land außerhalb der eigenen Heimat, die Fremde“. Der Besitzer Josef Irrgang erzählte, dass im 15. Jh. in der Nähe des Kreuzes sieben Pesttote begraben worden sein sollen. Der Hof wurde 1860 von seinen Vorfahren erbaut und 1966 durch einen Brand, der durch ein Heugebläse ausgelöst wurde, zerstört wurde- 1977 brannte es erneut auf dem Hof, ausgelöst durch einen Blitzschlag.

Die Wegstrecke führte weiter nach Unterelend, hier wurden zwei bei uns selten vorkommende Bäume, ein Edelkastanienbaum und ein Gingko bewundert.

Anschließend ging es weiter zu den „Heitzer-Weihern“, die früher einmal zum Kloster Frauenzell gehörten. Ober- und Unterelend waren vermutlich auch im Besitz des Klosters. Später kamen die sechs Weiher, wie auch das umliegende Waldgebiet in den Besitz der Fürsten von Thurn und Taxis. Nach dem Zweiten Weltkrieg mussten sie abgetreten werden und wurden 1957 an den Anglerbund Regensburg verkauft.

Der Marsch ging weiter, erst etwas bergauf und dann wieder bergab zur Marklmühle. Hier wurden wir von Herrn Kellner herzlich empfangen. Er berichtete, dass die Marklmühle eine von sieben Mühlen ist, die es einst zwischen Schmalzgrub und der Donau gab. Die Mühle wurde mehrmals verkauft und 1977 erwarb sie die Familie Kellner von Alfons Doblinger, der zwischenzeitlich in Arrach eine neue Heimat gefunden hatte. Das Anwesen wurde liebevoll restauriert und ist heute ein Schmuckstück in der verträumten Landschaft. Es wurde auch das Mühlrad bestaunt, dass sich an einer Hausseite befindet und das auch heute noch in Betrieb genommen wird.

Nach einer längeren Pause, bei der meine Frau und meine Tochter frisch gepressten Apfelsaft und Bauernbrote mit Butter und Schnittlauch an die Teilnehmer verteilten, machten wir uns auf den Rückweg. Beim ehemaligen Gschwellhof machte die Gruppe nochmal halt. Das alte Gewölbe und ein übrig gebliebener alter Apfelbaum wurden bestaunt. Der Weg führte anschließend stetig bergauf nach Aumbach zurück.