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Alfons Iglhaut - Wünschelrutengänger


Der Verlauf der Wanderung führte uns zu dem Wächter mit seiner positiven Hand und dem Turmwächter. Der Sage nach gab es zwischen der Kirche in Marienstein und der Burg Sengersberg eine Hängebrücke. Ein Körnchen Wahrheit findet sich bekanntlich  immer in den vom Volksmund überlieferten Geschichten. Vermutlich waren damit die zwei Fernvisierlinien gemeint, die parallel, im Abstand von rund 50 Metern vom Sengersberg zur Kirche in Marienstein verlaufen. An den Fernvisierlinien der Kultstätten findet man meist Schalensteine, Dolmen, Steintische, Steinkammern, Ganggräber, Viereckschanzen, Oppida, Ringwallanlagen sowie Erdställe und Hügelgräber.

Burgruine Sengersberg 09.05.2012

Trotz des ungünstigen Wetters kamen an die zwanzig interessierte Teilnehmer nach Hagenau, um zusammen mit Konrad Bierlmeier und mir auf den Sengersberg zu steigen.


Bierlmeier, bei der Unteren Naturschutzbehörde im Landkreis Cham tätig, erklärte der Wandergruppe Besonderheiten aus der Pflanzenwelt. Er zeigte den Wanderern unter anderem die Haselwurz, das Leberblümchen, Maiglöckchen, Taubnesseln oder den Salamonsiegel.

Die angenommene  Erbauung der Burg Sengersberg im 11./12. Jahrhundert bleibt eher spekulativ, ebenso ihrAussehen. Alle erhaltenen Reste, hauptsächlich Teile der Ringmauer der Unterburg, widersprechen einer Datierung ins 13 Jahrhundert nicht. Seit 1989 ist der Verein zum Schutz wertvoller Landschaftsbestandteile in der Oberpfalz e. V. Besitzer der Burgruine.

Eine der beiden Fernvisierlinien auf dem Sengersberg kommt von Litzelsdorf und verläuft bei der Mauer der Unterburg und Vorburg in Richtung Osten, zwischen den Anwesen Senft und Pammer nach Au, überquert den Perlbach und die Staatsstraße und führt nach Marienstein in den rechten hinteren Teil der Kirche hinein.


Die zweite Fernvisierlinie verläuft über den Turm (Megalith) nach unten, ebenfalls zwischen den Anwesen Senft und Pammer hindurch nach Au, über den Perlbach und die Staatsstraße und führt dann den Berg hinauf nach Marienstein.


Sengersberg, dessen Name sich wohl eher von „Segen“ ableitet, sowie Marienstein sind meiner Meinung nach Zeugnisse vorchristlicher Kultur.


Auf dem Rundweg gingen wir schließlich weiter am Waldrand entlang, wo die Gruppe den herrlichen Ausblick genoss und dann zurück nach Hagenau, wo noch eine kleine Stärkung, in Form von Schnittlauchbrötchen, auf die dem leichten Regen trotzenden Wanderer wartete.